Geschichte Syriens


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Spricht man von der Geschichte Syriens, ist damit oftmals ein Gebiet gemeint, dass weit über die Grenzen des heutigen Staates Syrien hinausgeht. Der Begriff Syrien wurde oft genutzt, um ein Gebiet zu bezeichnen, dass man auch Levante nennt. Neben dem heutigen Staatsgebiet Syriens ist mit dem Begriff Levante auch der Libanon gemeint. Je nach Interpretation umfasst er weiterhin Teile Jordaniens und Palästinas, da die eigentlichen Staatsgrenzen erst durch das Sykes-Pikot-Abkommen 1916 definiert wurden.
Aus Sicht der Syrer versteht man sich als uralte Kulturnation, was auch seine Richtigkeit hat. Wenn man sich anschaut von wie vielen verschiedenen Kulturen in Syrien Siedlungen ausgegraben wurden, kann man den Stolz der Syrer nachvollziehen.

Syrien im Altertum

Im Altertum waren verschiedene Kulturen in Syrien aktiv. Dafür, dass Syrien bereits in der Bronzezeit besiedelt war, gibt es zahlreiche Belege, da man bei Ausgrabungen von Kulturen des Altertums, oft auch ältere Siedlungen gefunden hat, die als Vorgänger dienten.
Ab dem dritten Jahrtausend v. Chr. breitete sich von Mesopotamien das Akkadische Großreich bis nach Syrien aus. Damit gab es die erste Hochkultur auf syrischem Boden, von der heute noch Spuren existieren. Die spektakulären Ausgrabungen aus Tell Halaf von Max von Oppenheim zählen in diese Periode. Daneben gab es den Fund von Ugarit, dessen Bedeutung darin liegt, der älteste Fundort eines Alphabets zu sein. Weitere Zeugnisse früher Hochkulturen sind die Ausgrabungen am Euphrat kurz vor der irakischen Grenze. Das spektakuläre an Mari und Dura Europos ist, dass sie noch nicht vollständig ausgegraben sind.
Ein Einschnitt von Bedeutung war die Besetzung durch die Römer, der die Eroberung durch Alexander den Großen voraus gegangen war. Dieser brachte Syrien im vierten Jahrhundert v. Chr. unter griechische Herrschaft, was es auch blieb, bis Syrien 64 v. Chr. zur Römischen Provinz wurde. Der spektakulärste Abschnitt dieser Epoche war das Aufbegehren der Wüstenkönigin Zenobia, die sich nicht nur für unabhängig erklärte, sondern auch noch große Teile des Nahen Ostens eroberte, bevor sie von den Römern zu Fall gebracht wurde.


Der Islam hält Einzug

Mit dem Auseinanderbrechen des Römischen Reiches Ende des vierten Jahrhunderts nach Christus fällt Syrien an das Oströmische Reich und wurde dann mit diesem byzantinisch. Viel entscheidender waren aber die Veränderungen, die mit der Eroberung durch die Araber eintraten. Syrien wurde 636 nicht nur Teil des Kalifats und somit Teil des islamischen Herrschaftsgebiets, es dauerte nur bis zum Jahr 661 und Damaskus wurde gar Hauptstadt des gesamten Kalifats. Die Umayyaden verlagerten die Hauptstadt hierher, da Damaskus im neu entstandenen islamischen Großreich relativ zentral lag. Diese Epoche dauerte jedoch nicht sehr lange, da die Abbasiden gegen 750 die Herrschaft an sich rissen und die Hauptstadt des Kalifats nach Bagdad verlegt wurde.
Syrien mit Damaskus als wichtigster Stadt blieb seitdem immer ein wichtiger Teil des islamischen Großreichs, der Saladin im Kampf gegen die Kreuzfahrer als Basis diente. Diesen gelang es nie die großen Städte des heutigen Syriens einzunehmen, auch wenn es Versuche dazu gegeben hat.
Mit dem Aufstieg Saladins im 12. Jahrhundert entstand auch die Dynastie der Ayyubiden, welche gleich ihren Vorgängern, den Fatimiden die Hauptstadt des Kalifats in Kairo ansiedelten. Syrien stellte aber stets eine wirtschaftlich wichtige Provinz dar, die mit Aleppo und Damaskus über zwei gewichtige Handelszentren verfügte.

Zeit der Osmanen

Die ayyubidische Dynastie wurde durch die Mamluken abgelöst, die das Kalifat ebenfalls von Kairo aus regierten. Im 16. Jahrhundert hatte Kairo als Hauptstadt aber ausgedient, da die Osmanen Istanbul zum neuen Zentrum erkoren. Damaskus und Aleppo blieben somit weiter Provinzhauptstädte, wenn auch keine unbedeutenden, da ihre Lage nach wie vor äußerst günstig für den Handel war, wodurch die Bevölkerung genügend Geld hatte, die wunderschönen Häuser zu bauen, die man heute in den Altstädten von Aleppo und Damaskus findet.
Durch die „Arabische Revolte“ zwischen 1916 und 1918, bei welcher die Stämme der Arabischen Halbinsel gemeinsam mit den Briten gegen die osmanische Besatzung kämpften, ergab sich eine neue Konstellation im Nahen Osten. Entgegen der Zusicherung, welche die Araber vom englischen Verbindungsoffizier T.E. Lawrence, der auch als „Lawrence von Arabien“ bekannt wurde, erhielten, bekamen sie keinen Anteil an der Macht im Nahen Osten. Die Franzosen und die Engländer teilten das Land unter sich auf und schufen dabei die Staatsgrenzen, die bis heute Relevanz haben.

Weg in die Unabhängigkeit

Gemeinsam mit dem Libanon stand Syrien unter französischem Mandat und erlangte erst im Jahr 1946 die Unabhängigkeit. In ihren Anfangsjahren war die junge Arabische Republik Syrien ein wackliges Konstrukt, dem es nicht gelang Stabilität zu erreichen. 1958 beschloss man sich mit Ägypten zur Vereinigten Arabischen Republik zusammenzuschließen, was allerdings nach nur drei Jahren wieder aufgegeben wurde, da die Differenzen zwischen Syrern und Ägyptern, welche den Hauptteil der Regierung bildeten, einfach zu stark wurden und sich die Syrer von den Ägyptern bevormundet fühlten. Zwei Jahre nach dem Scheitern unternahm man einen erneuten Versuch gemeinsam mit Ägypten und dem Irak ein Staatenbündnis zu bilden, wobei die praktische Umsetzung nie den Zustand eines funktionierend Staates erreichte und relativ schnell wieder aufgegeben wurde.
Daneben waren die 1960er Jahre gekennzeichnet von internen Machtkämpfen und Putschen, wodurch das Land nicht zur Ruhe kam. Ende 1970 übernahm Hafez al-Assad als Verteidigungsminister die Macht und strukturierte das Land insofern, das Stabilität einkehrte. Syrien unterhielt im Kalten Krieg gute Beziehungen nach Moskau, was sich auch im planwirtschaftlich geprägten Wirtschaftssystem und der säkularen Ausrichtung des Staates niederschlug. Seit dem Ende des Kalten Krieges ist Syrien auf sich allein gestellt und damit beschäftigt sein Wirtschaftssystem den Erfordernissen der heutigen Zeit anzupassen. Seit dem Tod Hafez al-Assads im Jahr 2000 ist sein Sohn Bashar al-Assad der Präsident Syriens und im Vergleich zu seinem Vater auch mutiger was die wirtschaftliche Öffnung des Landes angeht, auch wenn Syrien diesbezüglich noch einen weiten Weg vor sich hat.


Bitte beachten Sie:

Angesichts der jüngsten politischen Entwicklung in Syrien besteht derzeit eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. Die Reisen nach Syrien finden deshalb gegenwärtig nicht statt.