Religion & Feiertage


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Verglichen mit anderen arabischen Staaten, spielt die Religion in Syrien eine weniger große Rolle. Der Hauptgrund dafür ist, dass Syriens Verfassung säkular ausgelegt ist und der Präsident deswegen keine religiöse Rolle einnimmt, wie zum Beispiel der jordanische König, der auch religiöses Oberhaupt Jordaniens ist und vom Propheten Mohammad abstammen soll.
Syrien ist auch konfessionell durchmischter. Zwar dominieren in Syrien ebenfalls die Sunniten, welche ganze 75 % der Bevölkerung ausmachen, aber auch die Alawiten und die Christen stellen nicht zu vernachlässigende Größen dar. Auf den Einfluss, den diese Verteilung auf die Gesellschaft hat, wird im entsprechenden Kapitel eingegangen.
An dieser Stelle soll sich hauptsächlich den allgemeingültigen Unterschieden zur mitteleuropäischen Kultur gewidmet werden, um Sie als Reisende entsprechend vorzubereiten.


Zunächst sei gesagt, dass es im Islam eine eigene Zeitrechnung gibt, die im Jahr 622 n. Chr. mit dem Auszug Mohammeds aus der Stadt Mekka beginnt. Dieser islamische Kalender findet in einigen islamischen Ländern neben dem gregorianischen Kalender auch praktische Anwendung, wird aber von allen Muslimen benutzt, um die islamischen Feiertage zu bestimmen. In Syrien wird er, wie fast überall in der arabischen Welt, als Festkalender benutzt. Da der islamische Kalender ein Mondkalender ist und in Mondjahren zählt, welche für die Landwirtschaft allerdings bedeutungslos sind, konnte er den Sonnenkalender im praktischen Gebrauch nie vollends verdrängen. Auf 33 Mondjahre kommen nur 32 Sonnenjahre und die beiden Kalenderarten befinden sich in einer ständigen Verschiebung. Der Fastenmonat Ramadan kann aus diesem Grund auf jede Jahreszeit fallen und findet jedes Sonnenjahr ein wenig früher statt als im vorherigen. Ein weiterer wichtiger Monat neben dem Ramadan ist der Monat der Pilgerfahrt (Hadj), in dem die meisten Pilgerfahrten nach Mekka unternommen werden und sich Millionen von Muslimen gen Mekka aufmachen.

Für den Nichtmuslim ist allerdings der Fastenmonat Ramadan von viel größerer Bedeutung. Im Ramadan ändert sich das gesamte Alltagsleben. Besonders das Gebot von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nichts zu essen und nichts zu trinken, kann es für Touristen schwierig machen, ein offenes Restaurant zu finden. Normale Einkäufe stellen kein Problem dar, da in den meisten Küchen tagsüber für die Nacht gekocht wird. Aber auch mit dem Rauchen in der Öffentlichkeit sollte man zurückhaltend und vorsichtig sein, da auch die Glimmstengel in der Zeit des Ramadans – zumindest öffentlich – nicht tagsüber qualmen. Das Transportwesen ist vom Ramadan eigentlich nicht beeinträchtigt und man muss sich bei einer langen Busfahrt auch nicht den Schluck aus der Wasserflasche verkneifen, da es Reisenden gestattet ist, die Fastenregeln zu brechen. Gleiches gilt übrigens auch für Kranke und Schwangere, die aus Rücksicht auf die Gesundheit nicht fasten müssen.

Insgesamt betrachtet lässt sich sagen, dass der Ramadan in Syrien für Touristen weniger kompliziert ist als in anderen arabischen Ländern, da es sich offiziell um ein säkulares Land handelt. Hinzukommt, dass man in den großen Städten immer die Möglichkeit hat, tagsüber in die christlichen Viertel zu gehen und dort zu essen.

Zeit in welche der Ramadan in den nächsten Jahren fällt:
2011: 1. Aug. – 29. Aug. 2011
2012: 21. Juli – 19. Aug. 2012
Die Datumsangabe ist ohne Gewähr, da der Beginn bzw. das Ende davon abhängen, wann islamische Rechtsgelehrte die neue Mondsichel sichten.


Bitte beachten Sie:

Angesichts der jüngsten politischen Entwicklung in Syrien besteht derzeit eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. Die Reisen nach Syrien finden deshalb gegenwärtig nicht statt.