Sehenswürdigkeiten

Der Souk

Die Hauptattraktion Aleppos ist kein einzelnes Gebäude, sondern der Souk in seiner Gesamtheit. Misst man die komplette Länge des Souks, der sich in unzähligen kleinen Nebengassen verzeigt, so kommt man auf eine Strecke von zwölf Kilometern, die sich Händler an Händler reiht. Der Souk ist zum Teil von einem steinernen Gewölbe überdacht, wodurch eine ganz eigene, faszinierende Atmosphäre entsteht und man auch bei Regen trockenen Fußes bummeln kann.
Sehr lohnenswert ist es, sich durch das märchenhafte Treiben mit einem Ortskundigen zu bewegen, welcher in der Lage ist, einem die vielen alten Karawansereien und Moscheen, die den Weg säumen, zu zeigen und zu erklären.

Zitadelle

Das Wahrzeichen der Stadt wird jeder Besucher Aleppos bestiegen haben wollen. Der imposante Bau, der sich auf dem zentral gelegenen Hügel befindet, versetzt den Reisenden in eine andere Zeit, als wehrhafte Festungen über die Aufstieg und Fall einer Stadt entschieden. Schreitet man die Treppen zum Eingang der Anlage hinauf, so ist dies ein sehr erhabener Augenblick. Nur wenige Burgen weisen einen solch majestätischen Zugang auf, wie die Zitadelle von Aleppo.
Der Hügel der Zitadelle wurde zum Teil künstlich aufgeschüttet und muss schon in der Bronzezeit als Festung ausgebaut gewesen sein. Der Bau in seiner jetzigen Form wurde im 12. Jahrhundert errichtet, ungefähr zu der Zeit, als Saladin von hier aus gegen die Kreuzfahrer vorging.
Oben auf dem Plateau kann man die Reste des Ayybidischen Palastes samt Hammam und Moscheen betrachten oder einfach nur auf der Außenmauer spazieren und den Ausblick genießen. Es gibt auch ein kleines Café, in dem man verweilen kann.

Umayyaden-Moschee

Ebenso wie Damaskus, nennt auch Aleppo eine Umayyaden-Moschee sein Eigen. Genauso wie die Schwester in Damaskus wurde auch die Moschee in Aleppo von der namensgebenden Dynastie der Umayyaden errichtet. Und zwar nur etwas später in den Jahren 710-715. Im 12. Jahrhundert brannte die Moschee allerdings nieder und wurde in ihrer heutigen Form von Nur ad-Din wiederaufgebaut, weshalb sie einige Jahrhunderte jünger ist als die Umayyaden-Moschee in Damaskus. Man darf sich also in diesem Fall nicht vom Namen täuschen lassen, was das Alter des Baus angeht.


Nationalmuseum

Unbedingt besuchen sollte man in Aleppo das Nationalmuseum, das eine Fundgrube archäologischer Schätze ist. Wer in jüngster Zeit die Entwicklung um die Tell Halaf Grabung von Max Oppenheimer verfolgt hat, wird hier die Ohren spitzen. Ergänzend zu den Skulpturen, die in einer Sonderschau 2011 im Berliner Pergamonmuseum gezeigt werden, finden sich hier weitere Fundstücke aus den Grabungen.
Aber auch Funde anderer Kulturen, wie derer aus Mari und Ugarit werden hier ausgestellt. Und weiterhin römische, hellenistische und byzantinische Exponate.

Hotel Baron

Wenn man den Abend klassisch beschliessen möchte, gönnt man sich ein Bier im Hotel Baron. Dieses Hotel, welches zugegebener Maßen schon etwas verlebt ist, lädt auf eine Zeitreise ein. Hier stiegen Prominente wie Agatha Christie, Zaza Gabor, Kemal Atatürk oder Lawrence von Arabien ab und seit ihrer Zeit hat sich kaum etwas verändert. Das Hotel ist zu Recht unter Orientreisenden zum Kult avanciert und wird auch Sie begeistern.




Bitte beachten Sie:

Angesichts der jüngsten politischen Entwicklung in Syrien besteht derzeit eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. Die Reisen nach Syrien finden deshalb gegenwärtig nicht statt.