Die Souks von Damaskus

Souk al-Hamediya

Der berühmteste Souk der Stadt ist der Souk al-Hamediya, der direkt gegenüber dem Haupteingang der Umayyaden-Moschee liegt. Er ist überdacht und zwischen dem Eingang des Souks und der Moschee stehen noch einige Säulen, die Reste einer Tempelanlage sind, die im Zentrum der Stadt lag. In dem Souk sind viele Händler für Schmuck, Kleider und Souvenirs ansässig. Gerade bei Touristen aus der arabischen Welt ist der Souk sehr beliebt. Eine Institution innerhalb des Souks ist das Eiscafé Baqdash, welches dort schon lange ansässig ist. Es liegt, wenn man von der Umayyaden-Moschee kommt, auf der linken Seite.


Souk al-Buziriya

Vom Souk al-Hamediya aus, ist es nur ein kleiner Sprung rüber zum Souk al-Buziriya, der sich im Süden der Umayyaden-Moschee befindet. Auch dieser Souk ist zum größten Teil überdacht und man findet neben Kräutern, Haushaltswaren und Lebensmitteln auch exquisiteres Handelsgut. So gibt es hier feines orientalisches Naschwerk, Schmuck und eine Vielzahl von Parfümeuren, bei denen man für sehr gute Preise ein reiche Auswahl an Düften erhält. In diesem Souk liegt auch das berühmte Hammam „Nur ad-Din“.

Midhat Pascha

Wenn man von der Umayyaden-Moschee aus kommend den Souk al-Buziriya durchquert hat, erreicht man die sogenannte 'Gerade Straße', die früher von den Römern Via Recta gennant wurde und die fast kerzengerade durch die ansonsten sehr verwinkelte Altstadt läuft. An dieser Stelle bildet sie den Souk Midhat Pascha, der ebenfalls überdacht ist. Hier kann man sich gut mit Seife aus Aleppo ausstatten.

Souveniersouk nahe der Post (Handwerkersouk) Souq Al-Saghah

Dieser Souk ist baulich ein Kleinod, da er in einer alten Madrasa neben der Tekkiye Sulaimaniya Moschee untergebracht ist. Der gesamte Komplex wurde zum Beginn der osmanischen Herrschaft im 16. Jahrhundert errichtet und weist deutlich den osmanischen Baustil auf. In dem Souk kann man sich mit handgefertigten Textilien und Schmuck eindecken. Auch Intarsienarbeiten werden angeboten. In einer der Werkstätten wird nach wie vor traditionell Brokat hergestellt, dass man dort auch kaufen kann.

Souk al-Djumma

Ist man oben im Salihiya-Viertel so stößt man unweigerlich auf den Souk al-Djumma. Für viele ist dies der urigste Souk in der ganzen Stadt, da hier alle Waren, zumeist des täglichen Bedarfs, durcheinander angeboten werden. Von diesem Souk aus kann man sich auch zu den „'Arba'ain“ durchfragen. Damit ist ein Schrein gemeint, der weit über den Dächern der Stadt am Hang des Quasiyun-Berges gelegen ist. Hier findet man eine Höhle, welche den Ort darstellt, an dem Kain seinen Bruder Abel erschlagen haben soll.


Souk al Haramiya

Abschließend ein Souk, der weniger den Träumen vom Orient entspricht, aber durch seinen rauen Charme zu bestechen weiß. Geht man von der Zitadelle aus nach Norden über die Flussbrücke, kommt man auf einen Souk, der hauptsächlich als Lebensmittelmarkt fungiert. Begibt man sich in diesen hinein kommt man zu einem viereckigen Gebäude das offen ist und über einen Durchgang verfügt. Der Name des Souks steht für „Diebesmarkt“ was daran liegt, dass man hier ohne Probleme ein Telefon zweifelhafter Herkunft und allerhand kuriose Güter bekommt. Die Stände haben zuweilen eine sehr bizarre Zusammensetzung, wodurch dieser Souk interessant wird.




Bitte beachten Sie:

Angesichts der jüngsten politischen Entwicklung in Syrien besteht derzeit eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. Die Reisen nach Syrien finden deshalb gegenwärtig nicht statt.