Hama

Genau wie Damaskus und Aleppo, ist auch Hama eine Stadt, deren Geschichte bis weit vor unsere Zeitrechnung reicht. Allerdings erreichte Hama nie die gleiche Bedeutung wie Damaskus und Aleppo und hatte immer unter der Rivalität der beiden großen Nachbarstädte zu leiden. Hama stand immer zwischen den Fronten und erlangte nie eine eigene Autonomie, die über einen langen Zeitraum behauptet werden konnte. Unter dem Seleukiden Antiochos IV. Epiphanes, wurde die Stadt im zweiten Jahrhundert v.Chr. in Epiphania umbenannt. Später wurde die Stadt erst Teil des Römischen und dann des Byzantinischen Reiches. Mit der Islamischen Expansion gelangte Hama, wie auch der Rest von Syrien unter die Herrschaft des Kalifats. Von den Kreuzfahrern wurde Hama nur kurz eingenommen und von Saladin relativ schnell wieder befreit. Im 16. Jahrhundert fiel die Stadt an die Osmanen, bevor sie bis zur Unabhängigkeit Syriens, nach dem Ersten Weltkrieg französisches Protektorat wurde.
Ein Merkmal das der Stadt immer wieder nachgesagt wird ist, dass seine Bewohner die konservativsten des Landes seien. Von manchen wird vermutet, dass dies an der Umgebung der Stadt liegen könnte. Die umliegenden Städte und Landstriche sind überwiegend von islamischen Sekten bewohnt, die zur Schia gerechnet werden, während Hama als sunnitisch gilt. In den 1980er kam es in Hama zu einem Aufstand gegen die Zentralregierung in Damaskus, der von den Muslimbrüdern angeführt wurde. Der damalige Präsident Hafez al-Assad liess den Aufstand mit Hilfe von Panzern blutig niederschlagen, was nicht nur tausende Tote sondern auch eine Veränderung des Stadtbildes zur Folge hatte. Da sich die Aufständischen in der Altstadt verschanzt hatten und diese bombardiert wurde, bleib von ihr nicht viel übrig. Das was man heute noch sehen kann, lässt einen erahnen wie schön die Stadt einst gewesen sein muss.




Bitte beachten Sie:

Angesichts der jüngsten politischen Entwicklung in Syrien besteht derzeit eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. Die Reisen nach Syrien finden deshalb gegenwärtig nicht statt.