Latakia

Latakia ist die wichtigste Küstenstadt Syriens. Hier befindet sich der größte und bedeutendste Hafen des Landes. Dieser Hafen dominiert das Stadtbild erheblich, da er direkt vor die Strandpromenade der Stadt gesetzt wurde, so dass man heute, wenn man zum Meer hinuntergehen möchte, statt eines Stadtstrandes hohe Mauern und Zäune mit einem dahinter liegenden Containerhafen vorfindet. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, da Latakia trotzdem ein lohnenswertes Ziel im Rahmen einer Syrienreise ist. Die Bevölkerung im Umland Latakias besteht zu fast 80% aus Alawiten, die eine schiitische Glaubensgemeinschaft darstellen. Ihr Anteil an der syrischen Gesamtbevölkerung beträgt zirka sechs Prozent, aber auch in Damaskus findet man Gegenden in denen nur Alawiten leben. Als prominentester Vertreter der Glaubensgemeinschaft dürfte Präsident Bashar al-Assad gelten. In der Stadt selbst ist der Anteil der Alawiten zwar nicht so hoch wie im Umland und die Sunniten bilden die Mehrheit, aber das Klima der Stadt scheint offener zu sein, als das anderer syrischer Städte. Das liegt vielleicht auch an dem hohen Prozentsatz Christen, so dass drei Religionen nebeneinander leben und ein sehr liberales und tolerantes Klima erzeugen. Verglichen mit Städten wie Aleppo und Hama sieht man viel mehr unverschleierte junge Frauen und die Jugend scheint einen ungezwungeneren Umgang untereinander zu haben.
Was die Geschichte Latakias betrifft, so geht diese zurück ins zweite Jahrtausend vor Christus und passt sich in etwa der Geschichte des Landes an. Alexander der Große, die Römer, die Kreuzfahrer, die arabischen Eroberer und die Osmanen. Alle sind sie hier gewesen und die einzige Besonderheit, welche Latakia von der Geschichte des Binnenlandes unterscheidet, ist die Epoche der Kreuzzüge. Wie alle Hafenstädte der Levante war auch Latakia als Nachschubbasis für die Kreuzfahrer heiß umkämpft, konnte aber letztendlich von den Rittern des Kreuzes nicht gehalten werden.
Heute ist die Stadt einen Ausflug wert, um guten Fisch zu essen, das maritime Klima zu geniessen und Ausflüge ins Hinterland und an der Küste entlang zu unternehmen.

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Bitte beachten Sie:

Angesichts der jüngsten politischen Entwicklung in Syrien besteht derzeit eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. Die Reisen nach Syrien finden deshalb gegenwärtig nicht statt.